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Kostenberechnung für Architekten und Ingenieure

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Baudaten (Leistungsbeschreibungen und Preise)

Die Kostenberechnung ist am Ende die Summe von vielen Einzelmultiplikationen von Mengen und Preisen. Während sich die Mengen mit etwas Mühe praktisch 100% exakt ermitteln lassen, ist dies bei den Preisen leider nicht so einfach. Erstens sind diese von der exakten Beschreibung der angefragten Bauleistung abhängig. Und da diese häufig zwar ähnlich, aber nicht gleich sind, ist es sogar innerhalb eines Planungsbüros manchmal fahrlässig, Preise von einem Projekt A auf ein Projekt B zu übertragen. Es sei denn, die Bedingungen bei beiden Projekten wären in jeder Hinsicht vergleichbar. Zweitens entstehen die wahren Preise erst bei der Auftragsvergabe, oftmals also Monate oder gar Jahre nach der Kostenberechnung. Da aber niemand das zukünftige Preisniveau mit Sicherheit vorhersehen kann, ist es maximal erreichbar, das aktuelle Preisniveau abzubilden. Drittens sind die Preise von vielen Einzelumständen des Projekts abhängig und beispielsweise für die gleiche Leistung zum gleichen Zeitpunkt längst nicht überall in Deutschland die gleichen.

Neben eigenen Daten, die im Büro erstellt und hoffentlich auch gepflegt werden, gibt es eine kleinere Anzahl von relevanten professionellen Datenanbietern. Bei deren Beurteilung sollten folgende Punkte beachtet werden:

  • Wer erstellt die Daten?
  • Was enthalten diese im Detail?

Gefragt könnten z.B. sein: Leistungsbeschreibung im Kurztext sowie im Langtext, Preisinformation, Kostengruppe nach DIN 276, Gewerkezuordnung

  • Wie umfangreich ist das Angebot?

Wie viel Prozent der in der eigenen Anwendung benötigten Daten erhofft man sich, aus der gekauften Datenbasis zu erhalten? Als Maßstab dafür nur ein Hinweis: Allein aus der Kombination gängiger Deckungen für Steildächer, der Entwässerungsmaterialien und den Dämmstoffvarianten ergeben sich leicht einige zehntausend Variationen für ein Kostenelement Dachdeckung.

  • Wie schnell ist der Zugriff auf bestimmte, gesuchte Inhalte möglich?

Welche Systematik unterstützt den Anwender, ein konkret gesuchtes Element in möglichst kurzer zeit zu finden. Dies vor dem Hintergrund der jeweiligen Datenmenge.

  • In welchem Rhythmus und zu welchen Konditionen werden diese gepflegt?

Nicht nur die Preise ändern sich permanent, sondern auch das Angebot an Baustoffen und Ausführungsvarianten.

  • Gibt es auch regional differenzierte Preisinformationen?

Die Abweichungen für die gleiche Leistung sind regional teilweise sehr stark. Unterschiedliche Lohnniveaus und Baustoffkosten sind ein Grund dafür, die unterschiedliche Kaufkraft aber auch. Je genauer die regionale Situation erfasst wird, um so genauer ist der Orientierungspreis.

  • Gibt es auch aufgegliederte Einheitspreise (Zeitwerte, Lohn, Material etc.) wie sie z.B. für Terminplanung oder die Beurteilung von EFB-Angaben bei öffentlichen Bieterverfahren sinnvoll sind?
  • Gibt es auch Kostenelemente, die für die schnelle Erstellung von Kostenberechnungen fast unverzichtbar sind?
  • Gibt es auch Kalkulationsinformationen, die z.B. auch für die Beurteilung von Nachtragspreisen benötigt werden?

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