Zuse

Kostenberechnung für Architekten und Ingenieure

Seite 1 Seite 2

Navigation

Mengen, Qualitäten, Preise

"Klassische" Verfahren zur Kostenschätzung und Kostenberechnung sind nicht geeignet, die aktuellen Anforderungen zu erfüllen. Über Richtwerte wie m3 Rauminhalt oder m2 Nutzfläche ermittelte Baukosten können im Einzelfall sogar die festgestellten Kosten genau vorhersagen - dann gäbe es kein Problem. Sie haben aber folgende Mängel:

Sie sind ungeeignet, als Basis für die weitere Kostensteuerung herangezogen zu werden.

Denn: wie soll z.B. eine Einzelfrage, ob eine bestimmte Ausbauqualität noch in die Kosten "passt" entschieden werden, wenn als Bezugsgröße nur Gesamtkosten für Innenwände oder ein bestimmtes Gewerk zur Verfügung stehen?

Sie sind ungeeignet, um beim Übergang zur Ausschreibung die inhaltliche Kontinuität zu wahren.

Denn: welche Anhaltspunkte hat der Ausschreibende, um beim Erstellen der Ausschreibung dafür zu sorgen, dass die ausgeschriebenen Leistungen zu dem passen, was in der Kostenberechnung angenommen wurde?

Aus Gründen, die im Weiteren ausführlich erläutert werden, muss eine Kostenberechnung folgende Qualität aufweisen, um allen Anforderungen aus Sicht der Honorarabsicherung zu genügen:

Darstellung aller vorgesehenen Bauleistungen mit Mengen, qualitativen Beschreibungen und dazu passenden marktüblichen Orientierungspreisen. Dazu möglichst noch mit Ort (Raum, Geschoss o.ä., je nach Leistung), mit Kostengruppe nach DIN und einem Schlüssel, in welchem Gewerk die Leistung ausgeschrieben wird, sobald es soweit ist. Im Prinzip also die Information, die auch später für die Ausschreibung benötigt wird, allerdings ohne den kompletten Ausschreibungstext.

Nur auf dieser Basis kann die Kostenberechnung fortgeschrieben werden und nur auf dieser Basis kann eine zielführende Kostensteuerung vorgenommen werden.

Die Bauten gestalterisch mit Bildern geplant
Das Bauen real in Worten und Zahlen gerahmt
Und im verwirrenden Leistungsgewühl
Verliert man schnell das Kostengefühl...Dr. Klaus Schiller